Marokko Reisebericht Dezember 2002

Ist noch in Bearbeitung

1. Tag Mo. 2. Dezember 2002
Zürich, Rheinfelden, Lörrach, Bern, Lausanne, Rolle
343 Km


Nach dem Körperlichen und Psychischen Stress ist es nun die Zeit gekommen wo wir uns von zu Hause trennen. Das Haus wurde verkauft und meine Eltern unterschrieben die Urkunde im Notariat. Jetzt fängt ein neues Leben an. Am Abend zuvor verabschiedete ich mich noch von meinen engen Freunden. Und Vorgestern wurde ich noch zur Hochzeit eingeladen, so das ich nun schon einen Termin habe wenn ich wieder nach Kloten komme. Die Hochzeit ist am 31. Mai 2003. Die letzten Sachen habe ich noch Erledigt. Bei der Post Meldete ich meine Adressänderung und im Migros kaufte ich noch ein paar Schwarzweiss Filme ein. Um 10.30 ging es dann los. Mal mit dem Wohnmobil nicht unbedingt die Art wie ich gerne Reise. Man ist immer auf der Strasse und sieht nicht allzu viel von der Natur. In der Nähe von Lörrach liessen meine Eltern noch die Box vom Dach auswechseln. Auf der Autobahn fuhren wir Genf entgegen. In Rolle ca. 30 Km vor Genf parkierten wir vor einer Raststätte wo wir die erste Nacht im Camper verbrachten.

2. Tag Di. 3. Dezember 2002
Rolle, Annecy, Valence, Orange, Nimes, Aigues Mortes
468 Km Total: 811 Km


Wir trennten uns vom Regen und endlich sah man wieder einen wunderschönen blauen Himmel. Wir kamen gut vorwärts. Am Abend waren es 468 Km. Wir schliefen auf einer Pony Ranch in Aigues Mortes.
Spanien


3 Tag Mi. 4. Dezember 2002
Aigues Mortes, Montpellier, Perpignon, Barcelona, Vilafranca
479 Km Total: 1300 Km


Die Nacht war bereits sehr angenehm warm. Ich entschied Morgen mit dem Liegerad weiter zu fahren und mich von den Eltern zu trennen. So packte und sortierte ich meine Sachen. Ich werde meine Eltern dann in Mazarron auf dem Campingplatz wieder treffen.

4 Tag Do. 5. Dezember 2002
Vilafranca, Tarragona, Valencia, Sueca, Favara
1.43.23 (Zeit), 25.6 (Ø Km/h), 46 (Max. Geschwindigkeit), 44.2 (Tages Km)
309 Km & 44.2 Km, 1609 Km mit Wohnmobil & 44.2 Km mit Liegerad


Um 13.30 Uhr waren wir in Valencia wo ich mich von den Eltern trennen werde. Nach dem Mittagessen war es dann soweit. Die ersten 16 Km waren sehr mühsam ich fuhr auf einer Autobahn ähnlichen Strasse wo Trucks mit 120 vorbeifuhren. Zum Glück kam der Wind von hinten und so fuhr ich bis zu 35 Km/h. Ornix mein kleiner schwarzer Panther hatte noch nicht so viel Freude. Wahrscheinlich lag es am starkem Wind. In Favara kaufte ich dann ein paar Lebensmittel ein und gönnte mir ein Bier und Wein in einer Bar. Ich stellte dann mein schiefes Zelt neben dem Friedhof auf.

5 Tag Fr. 6. Dezember 2002
Favara, Gandia, Oliva, Calpe, Altea, Villajoyosa
5.19.55, 21.1, 50, 112.14 Total: 156.4 Km


Ich schlief herrlich gut in meinem Zelt. Es war auch nicht so kalt. Ich muss mir aber noch was mit dem Zelt einfallen lassen. Momentan ist es ziemlich schief. Kurz vor 9.00 Uhr ging es weiter, wieder ein herrlicher Tag. In Bellreguard Aas ich mich für 6 Euro satt es gab Wein und Caffe dazu. herrliche Küche. Ornix war heute schon viel ruhiger sie hat sich vermutlich schon wieder an das Reisen gewöhnt. Ich merkte kurz nach Calpe das ich eine Pause brauche. Ich konnte mich nicht mehr Konzentrieren war schlaff und zittrig. Ich hatte Lust auf was süsses. Das sind alles Zeichen die man nicht ignorieren sollte. Als ich dann in Altea ankam war es nicht so einfach ein Restaurant zu finden wo ich mit der Katze rein durfte. Mit vollem Magen ging es dann noch ein Stücken weiter. Ich fragte bei zwei Campingplätzen nach was eine Nacht für eine Person mit Zelt kosten würde. Beide wollten um die 12 Euro. Dabei stand auf der Liste 3.75 pro Person und 3.75 pro Zelt. Die Dame an der Rezeption meinte das man Minimum 12 Euro bezahlen müsse. Schlussendlich campte ich nahe des Platzes auf einer Wiese. Leider bekam ich Besuch von Betrunkenen die neben mir Zelteten und sich gegenseitig laut anschrien.

6. Tag Sa. 7. Dezember 2002
Villajoyosa, Alicante, Torrevieja, San Petro del Pinatar
5.47.20, 52, 116.74 Total: 273.1 Km


Ich verstehe nicht das es so viele Leute gibt die in dieser Gegend gerne Leben. Ein Betonhochhaus neben dem nächsten. Wer glaubt hier an der Küste ein nettes 300 Seelen Fischerdorf zu finden muss aber lange suchen. Ich gab die Suche jedenfalls auf. Der Verkehr ist auch nicht gerade das gelbe vom Ei. Und überall liegt noch Bauschutt und sonstiger Abfall herum. Wieso es dennoch immer mehr Menschen in dieser Gegend gibt verstehe ich wirklich nicht. Ich bin jedenfalls froh wenn ich diese Gegend bald hinter mir lasse. In San Petro del Pinatar entdecke ich eine Grünfläche wo ich spät am Abend mein Zelt aufstellen werde. Doch zuvor geht's noch in die Bodega wo ich Deutsche Urlauber treffe mit denen ich mich bis spät in die Nacht unterhalte.

7. Tag Sa. 8. Dezember 2002
San Petro del Pinatar, Cartagena, Bolnuevo
4.15. 05,19.7, 47.5, 83.9 Total: 357.1 Km


Irgendwie muss da wohl jemand Erbarmen mit mir gehabt haben. Die Küste änderte sich schlagartig zum besseren. Die Hochhäuser lasse ich hinter mir und es gibt wieder kleine lebendigen Dörfern in denen die Jugendlichen mit Mopeds sich zur schau stellen. Man sieht Mütter mit ihren Kindern einkaufen und Pensionäre mit ihren Hunden Gassi gehen. Die Kirche ist wieder der Mittelpunkt vom Dorf. So gefällt mir das doch wesentlich besser. Die Menschen so habe ich das Gefühl sind irgendwie auch noch eine Spur Freundlicher. Cartagena überrascht mich auch noch auf ein neues. Es stellt sich als eine Perle heraus die ich, so mir vornehme am Dienstag nochmals Besuchen werde. Ich fahre die N332 es geht über eine Hügelige Berglandschaft die ich ganz besonders geniese. Von 352 m.ü.M geht es dann zügig zum Meer runter. Das Panorama ist einfach ......., da fehlen die Worte. Es ist 15.43 Uhr ich bin nun angekommen auf dem Campingplatz wo meine Eltern sind. Die Nachbarschaft lädt mich ein und es kommen immer mehr um das besondere Paar (Katze & Radfahrer) zu begrüssen.
Am Abend klingelt das Mobiltelefon meiner Eltern. Mein Bruder rief an. Im Westen nichts neues. Was passiert wohl morgen noch alles ?

8.-21. Tag So.- So. 9.-22. Dezember 2002
Bolnuevo
190.2 Km Total: 547.5 Km


Chruesi bei den Campern (Neuzeitnomaden)
Die nächsten Tage verbrachte ich im Campingplatz. Es sind Hauptsächlich Pensionierte die vor den kühlen Wintermonaten fliehen. Hier scheint die Sonne länger und wenn es Zuhause -3° Celsius ist hat man hier immer noch +15° Celsius. Ich nutzte die Zeit um mich für Marokko vorzubereiten, zu schreiben, zu lesen und die Umgebung zu erkunden. Ich stellte eine Packliste zusammen und ersetzte die rechte Pedale die angerissen war für 3 Euro. Es gab Tage an denen ich mich sehr einsam Fühlte an denen ich gerne meine Abenteuer mit einer mir nahen Person teilen könnte die man Umarmen könnte und gemeinsam Lachen und Weinen könnte. An solchen Tagen war es schwer sich Abzulenken.

22.-23 Tag Mo.- Di 23.-24. Dezember 2002
Bolnuevo, Aguilas
3.00.32, 18.6, 51.0, 55.92 Total: 603.4 Km


Nun war es wieder soweit ich verabschiedete mich von neu gewonnen Freunden und fuhr dann kurz nach 11.00 Uhr ab. Die Gegend war Bergig mit vielen kleinen trockenen Büschen und vereinzelten Bäumen. Die Strasse wand sich in Kurven hoch. Ich lernte Gerhard kennen. 66 jährig ist mit einem kleinem Umgebauten Bus unterwegs und fährt in kleinen Etappen 20-150 Km gemächlich durch Deutschland, Frankreich, Spanien und Andora. Die Strasse ging hoch auf 550m.ü.M. nach 3 Km schloss sie sich an eine Schnellstrasse an, zum Glück nur für 13 Km. In Aguilas kaufte ich im Supermarkt noch ein paar Lebensmittel ein. 5 Km danach sah ich am Strand ein paar Wohnmobile stehen. Es war ein guter Platz um ein paar Nächte dort zu verbringen.
Werner lebt seit über 10 Jahren in Simbabwe. Jetzt fährt er mit einem Umgebauten Feuerwehrauto von Deutschland in seine neue Heimat. Er rechnet das er in 2 Jahren unten ist. 1987 brach er mit seinem BMW Motorrad auf um die Welt zu befahren. In Simbabwe ist er dann Hängengeblieben.
Am ersten Abend lernte ich noch Susi, Jürgen, Tim, Heiko, Bernd und Sabrina kennen. Wir liessen den Abend am Lagerfeuer ausklinken.
Am nächsten Tag lernte ich Marene kennen die mit ihrem Fahrrad von Valencia runter nach Ronda fährt. Marene ist 19 und kommt aus Deutschland. Sie hat gerade die Abitur abgeschlossen und weis noch nicht welchen Weg Sie einschlagen soll. Wir beschlossen gemeinsam bis Almeria zu fahren.

24. Tag Mi. 25. Dezember 2002
Aguilas, Mojacar, Carboneras
2.55.30, 19.0, 56.5, 55.62 Total: 659.0 Km


Die Strasse schlängelt sich der Küste entlang, dabei ist Sie keineswegs Flach. Immer wieder geht es steil hoch auf 60 - 100 m.ü.M und dann ebenso steil wieder runter zum Meer. Marene ist mit ihrem leichtem Gepäck im Vorteil. Ich komme fast nicht nach wenn es hochgeht. Spätesten bei der Abfahrt holte ich Sie dann jedoch wieder ein. Noch vor ein paar Tagen wünschte ich mit jemandem zu fahren das der Wunsch so schnell in Erfüllung ging hätte ich für nicht möglich gehalten.
An einer Bucht treffen wir Paula, Damian, Peter und Crispin. Engländer die hier leben und ein Christmas Barbecue machen. Wir greifen mit vollen Händen zu, als man uns die Resten anbietet.
Ich stelle das Zelt auf dann verbringen wir die letzten Stunden des Tages am Lagerfeuer.

25. Tag Do. 26. Dezember 2002
Carboneras, Almeria
4.39.23, 18.1, 44.0, 84.17 Total: 743.2 Km


Die Gegend wirkt ein wenig kärger zu allem übel müssen wir noch mehrere Km auf der Autobahn und Autovia fahren. Der Weg neben der Autobahn hörte auf und so fuhren wir ca. 3 Km auf einer Naturstrasse. Als die dann Plötzlich den Hügel hoch wollte entschieden wir den Zaun aufzuknöpfen und die Räder über die Leitplanke zu hiefen. Uff, danach erkämpften wir unser Platz auf der Autobahn. Bis wir schliesslich um 15.00 Uhr in Almeria ankamen. Im Internetcafe las ich meine Mails. Herzlichen Dank für die vielen Grüsse und Festtagsgrüsse. Jetzt bin ich im Zentrum von Almeria in einem Hotel. War gar nicht leicht was zu finden das dem Budget standhielt und wo man eine Katze aufs Zimmer nehmen durfte. 30 Euro das Dopellzimmer war das günstigste was wir fanden.
Und wieder schlief ich sehr unruhig neben Marene. Das Mädel gefällt mir sehr gut. Kann ich es wagen ihr Gesicht oder ihren Nacken zu berühren ? Ich möchte Sie Berühren und am liebsten nie mehr loslassen. Doch wie Empfindet Sie ? Zerstöre ich nicht damit mehr soll ich es doch riskieren ? Ich schlisse meine Augen, rücke ein wenig weiter weg, sinke in meine Schlafsack. Oh ich halt es nicht länger aus ich werde verrückt wenn es so weiter geht. Ich Riskiere ein Manöver. Rückzug das Mädel will nicht. Chriss hast wieder mal mit deinem Schwanz und nicht mit dem Kopf nachgedacht. Doch nun weis ich woran ich bin und kann wenigsten ruhiger schlafen. Doch sieht Sie nicht schön aus wie Sie da liegt. Ihre Nase und der kleine neckische Mund. Ihre Augen verzauberten mich schon lange. Und von Ihren Beinen bin ich auch angetan. Ich möchte Ihre Fussballen kneten und mit Ihren kleinen Zehen spielen. Ich wage es nochmals vorzurücken. Ich streichle sanft Ihr Haar bewege meine Hand über Ihre Stirn. Und da wird mir bewusst das war zuviel meine Hand wird abgewiesen. Und wieder werde ich fast wahnsinnig, wie konnte ich es nur noch einmal wagen. Ich sinke fester in meinen Schlafsack und in meinen Träumen habe ich es geschafft meine Hand streicht über Ihre Brüste und taucht ab auf eine neue Endteckunsreise.

26. Tag Fr. 27. Dezember 2002
Almeria, Almerimar
2.58.27, 15.8, 52.2, 47.21 Total: 790.5 Km


Morgens erwartet uns der Regen und der Wind pfeift auch sehr stark um die Häuser. Marene möchte nach Granada mit dem Zug fahren. Irgendwie bin ich ganz froh darüber. So kann ich wieder mal vernünftig Schlafen. Lang hätte ich das nicht mehr ausgehalten neben Ihr zu liegen, Sie zu füllen und zu wissen das daraus nichts wird.
Wir suchen einen Tierarzt auf. Ich habe mich entschlossen Ornix zu Sterilisieren. Da ich noch länger in Almeria bleiben müsste beschliesse ich es später zu machen. Da es immer noch Regnet gehen wir gemeinsam Cafe trinken. Was für eine Frau, muss ich immer wieder denken. Gar nicht verwöhnt mit vernünftigen Ansichten.
Kurz vor 14.00 Uhr verabschiede ich mich. trotz des starken Windes möchte ich nicht länger in Almeria bleiben.
Ich muss mich stark Konzentrieren und aufpassen das mich der Wind nicht auf die Piste raus trägt. Mit 13 Km/h komme ich fast nicht vom Fleck. Zu allem übel ist die Strecke äusserst Monoton, eine Tomatenplantage nach der anderen. Nach 3 Stunden erreiche ich Almarimar. Der Rücken und die Beine schmerzen ohne Pause fuhr ich diese Strecke. Das war die reinste Hölle und der Wind lässt nicht nach. Da gönne ich mir ein Mahl beim Chinesen. Das Menü für 5.50 Euro. Getränk, Vorspeise, Hauptgang und Dessert.
Die Frage wo ich übernachten werde löste sich bald. In einer Bar lernte ich Carole, Dave und ihren 3 jährigen Sohn Aden kennen. Sie luden mich ein in ihrem Bungalow zu übernachten. Wieder lernte ich die grosszügige Gastfreundschaft der Engländer kennen.

27. Tag Sa. 28. Dezember 2002
Almerimar, Adra, Calahonda
3.51.56, 18.3, 58.5, 70.96 Total: 861.5 Km


Der Sturm hatte sich gelegt und die Sonne zeigte sich von der besten Seite. Mein Rücken schmerzte immer noch was sich speziell beim Anziehen spürbar machte. Gemütlich fuhr ich los. Die Strecke war wesentlich schöner als die Gestrige. Ich hatte das Meer an der linken Seite und ich beobachtete die starken Wellen. Auf der rechten Seite sah ich die Ausläufer der Sierra Nevada. Ich nahm es gemütlich. Dachte ab und zu an Marene. Wie es Ihr wohl in Granada erging ? Ob Sie wohl die Strecke von Granada noch Ronda mit dem Fahrrad fährt ?
Calahonda gefiel mir auf den ersten Moment und so entschied ich die Nacht dort zu verbringen. Ornix fing auf der Promenade nach den ersten 5 Minuten einen kleinen Vogel.
In einer kleinen Bäckerei trank ich zwei Kaffees und schrieb dort noch ein paar Zeilen. Als ich dann bezahlen wollte gab der Bäcker mir Brot und Croissants mit und den Kaffee bekam ich auch noch gratis. Die Leute sind hier wirklich super nett. Ich fand ich einen sehr guten Platz wo ich mein Zelt aufstellen konnte. Es gab einen kleinen Park am Anfang des Dorfes der sich als ruhiges ideales Plätzchen herausstellte.

28. Tag So. 29. Dezember 2002
Calahonda, Motril, Nerja, Torre del Mar
4.14.21, 19.4, 58.0, 82.21 Total: 943.7 Km


Ich machte einen Radservice. Kontrollierte alle Schrauben und reinigte alle Kränze am Ende ölte ich dann die Kette.
Die Strecke hätte Marene bestimmt gefallen. Was Sie Heute wohl so macht ? Ich sah die Schneebedeckten Berge der Sierra Nevada. Nach Granada wären es von Motril aus noch ca. 70 Km gewesen.
Ich traf unterwegs einen Deutschen Vagabunden. Er war etwa 23 Jahre alt und sehr schweigsam. Man sah ihm an das er kein Geld hat und auf der Strasse lebt. Schade das ich nicht mehr über ihn erfahren konnte.
Ich entschied obwohl es erst 16.50 Uhr war und die Sonne erst um 18.30 untergeht dennoch in Torre del Mar zu übernachten. Torre del Mar ist ein grösserer Touristenort und erstreckt sich über mehrere Km der Länge entlang.

29./30. Tag Mo./Di. 30./31. Dezember 2002
Torre del Mar, Rincon de la Victoria
4.15.43, 14.8, 39.0, 63.36 Total: 1'007.1 Km


In Rincon de la Victoria lies ich Ornix Sterilisieren. Ich brachte Sie Vormittags und holte Sie Abends wieder ab. Ornix war Komplet benommen und konnte sich kaum auf den Beinen halten. Ich bekam eine Spritze vom Tierarzt die ich Ihr alle 2 Tage geben soll. Nach etwa 8 Tagen soll ich dann die Fäden ziehen lassen.
Heute morgen lief Sie bereits wieder Sicherer. Sie ass auch wieder ein wenig. Ich gönne Ornix heute einen Ruhetag. Am Abend traf ich 2 Schweizer vom Wadt. Wir gingen Chinesisch essen da die meisten Restaurants geschlossen hatten. Die beiden habe 2 Wochen Urlaub und sind mit zwei Motorrädern nach Agadir (Marokko) runter und zurück. Etwa 6'000 Km in 2 Wochen.
31. Tag Mi 1. Januar 2003
Rincon de la Victoria, Malaga, Marbella
6.08.24, 16.2, 47.5, 99.57 Total: 1'106.7 Km
Um 10.00 Uhr ging es weiter. Es war fast niemand auf der Strasse. In Spanien ist der 1. Januar ein Feiertag. Für mich hies das es kein Schwerverkehr auf der schon genug befahrenen Strasse hat. Ich nahm es gemütlich und suchte mir den besten Weg raus. Es gelang mir zwischendurch von der Schnellstrasse zu entfliehen. Ist wirklich keine Freude auf einer 4 Spurrigen Strasse zu fahren wo 100 Km/h gefahren wird. Ich rate die Küstenstrasse jedem Radfahrer ab. Ich selbst würde Sie nie mehr befahren.

32. Tag Do 2.Januar 2003
Marbella, Gibraltar, Algeciras
5.20.49, 18.3, 59.5, 97.99 Total: 1'204.7 Km


Ich hatte einen super Platz zum Campen gefunden. Er war nahe am Meer und einen schönen Rasen. So hatte ich meinen Frieden. Am Morgen ging der Stress auf der Strasse wieder los. Wirklich kein Traum auf dieser Strasse des Todes zu fahren. Doch wenn ich sehe wie viele Menschen hier leben ist es verständlich. Dennoch wäre es toll gewesen eine Alternativstrasse für Radfahrer zu haben. Ich besuchte Gibraltar, es gefiel mir dort aber nicht so. Da sieht man mal wieder wie Geld den Charakter verändert. So fuhr ich weiter nach Algeciras. Dort ging ich noch kurz in ein Internetcafe, konnte aber die Homepage nicht Updaten da Piranho der Server Probleme hat. Ich fand dann einen guten Platz zum Campen ein wenig ausserhalb der Stadt.
Marokko

33. Tag Fr. 3. Januar 2003
Algeciras, Ceuta, Tetouan, Zinat
3.51.15, 17.9, 43.5, 68.91 Total: 1'273.7 Km
1214.4 Km in Spanien


Ich kaufte ein Ticket für die Fähre Algeciras-Ceuta und zurück für 37 Euro. Um 11.00 Uhr waren wir dann schon in Ceuta. An der Grenze wartete ich etwa eine halbe Stunde auf den Stempel. Ornix schlief die ganze Zeit im Körbchen und viel niemandem auf. So gab es auch keine Probleme mit noch mehr Papierkram. Die Strecke nach Tetouan war ziemlich flach und wenig befahren. Kurz vor Tetouan hielten mich 2 Marokkaner an. Einer der Marokkaner war wie ein Schlumpf angezogen. Ein weises Kostüm mit Zipfelmütze. Er sagte er wäre der Chef dieser Region, das glaubte ich im auch als mehrere Polizisten und später auch noch die Feuerwehr kamen um vor im zu salutieren. Er wünschte mir alles gute und er wäre stolz das ein Gesandter der Schweiz sein Land auf so Sportliche Art bereisen würde.
Ich wurde später noch von mehreren Leuten angehalten die mir Hasch oder einen Teppich verkaufen wollten. Tetouan lies ich hinter mir ich wollte nicht gleich am ersten Tag in einer Grossstadt übernachten. In Zinat einem kleinem Dorf konnte ich mein Zelt in der Nähe eines Restaurants aufstellen. Ich hatte dann auch noch eine kleine Panne bei 2 Schläuchen ist beim Ventil die Verbindung zum Gummi gerissen. Da konnte ich nichts mehr Reparieren.

34. Tag Sa. 4. Januar 2003
Zinat, Chefchaouen
3.35.49, 14.0, 49.5, 50.36 Total: 1'324.0 Km


Das Wetter hat sich geändert. Dicke Wolken kündigten Regen an. Ich hoffte das ich Chefchaouen noch rechtzeitig erreichen würde. Von 250 m.ü.M ging es auf 640 m.ü.M. und später wieder auf 300 m.ü.M runter. Der Aufstieg war sehr Anstrengend mit dem kleinsten Gang schaffte ich es gerade. Ich wurde jedoch belohnt von einem herrlichen Ausblich auf die Berge des Rifgebierges. In Chefchaouen angekommen gönnte ich mir einen Tee. Chefchaouen liegt nämlich wieder auf gute 600 m.ü.M. Im Internetcafe erfuhr ich das ich Onkel eines David Krüsi wurde geboren am 3. Januar 2003. Den Tag an dem ich zum ersten mal in Marokko einreiste. In der Medina (Altstadt) suchte ich geführt von einem Guide ein Zimmer für 3 Euro. Leider war alles Ausgebucht von Spaniern die die Festtage hier verbringen. So Campte ich neben dem Campingplatz da der Besitzer 2.20 Euro + 1.0 Euro für die Dusche wollte. Nun ich muss ja nicht jeden Preis bezahlen.

35. Tag So. 5. Januar 2003
Chefchaouen
0.14.53, 13.9, 30.5, 3.46 Total: 1'327.5 Km


Am morgen fing es an Regnen. Ich wartete einen geeigneten Moment ab um das Zelt im nassem Zustand abzubauen. Dann fuhr ich mit angezogenen Bremsen die hundert Höhenmeter runter zur Altstadt wo ich mal einen Kaffe trank. Später ging ich ins Internetcafe. Ich war erstaunt das Sie hier Frontpage haben. So konnte ich alle Dateien richtig verarbeiten. Leider funktioniert der Provider immer noch nicht. Danach entschied ich mich Duschen zu gehen. War nun ja wirklich mal Zeit. Die letzte hatte ich in Almeria ca 10 Tage zuvor. Meine Kleider muss ich auch mal bei Gelegenheit waschen.
Die Marokkaner sind hier wirklich sehr nett. Ich habe auch gar keine Bedenken das Rad mal für einen Moment unbeaufsichtigt zu lassen. Es gibt immer Leute die aufpassen das nichts weg kommt. Es ist auch interessant zu sehen wie verschieden Islamische Länder sind, genau wie kein Christliches Land gleich ist. Ich habe das Gefühl das die Menschen eine grosse Freiheit geniesen. Es scheint so als wäre noch mehr möglich als wie in der Schweiz wo schon soviel verboten ist. Oder wie Deutschland und England wo man in grösseren Städten auf Schritt und Tritt auf Video aufgenommen wird. Nein in diesem Punkt fühle ich mich hier wesentlich freier. Es ist auch schön zu sehen den gegenseitigen Respekt. Bei der Begrüssung nimmt man sich Zeit. Man schüttelt die Hände schaut einem dabei in die Augen um danach die rechte Hand ans Herz zu führen dabei macht man eine kleine Verbeugung. Schon diese Geste zeigt den Respekt den man unter einander hat. Respekt den wir zum Teil in unserer Kultur verloren haben. Ich kann nur allen Empfehlen ein Islamisches Land, mit dem nötigen Respekt, zu bereisen.
Da es Heute mehr oder weniger den ganzen Tag geregnet hat, habe ich beschlossen ein Zimmer in einem Hotel zu nehmen. Der Besitzer wollte mir zuerst einen zweier Raum, dann einen dreier Raum andrehen. Ich blieb stur und bekam dann auch den günstigeren Einzelraum. Dennoch behielt er 5 Dirham ca. 50 Eurocent zurück. Mal schauen ob er mir das Geld Kommentarlos zurück gibt. Nun ich bin froh ich habe ein schönes Zimmer im obersten Stockwerk. Habe eine grosse Terrasse und viel Licht und genug Raum. Wer weis vielleicht bleibe ich noch einen Tag hier und schaue mir die Medina noch einmal genauer an. Ich denke es ist ein guter Platz wenn man ein ruhiges Zimmer hat wo man sich auch gegebenenfalls mal zurück ziehen kann. Und ich bin nicht direkt im Zentrum sondern eher ein wenig ausserhalb wo ich mehr Ruhe habe. Und keine 100 Meter entfernt ist ein Internetcafe.
Es ist jetzt 10 vor 10 abends. War 2 ½ Stunden im Internetcafe und habe versucht eine Provisorische Homepage zu machen. Leider fand ich keine guten Homepage Anbieter. Werde schauen ob ich morgen was machen kann sonst warte ich bis Piranho wieder läuft. Irgendwie ist es mühsam, zwar kann ich jetzt alles Unkompliziert schreiben, doch nun habe ich Probleme mit dem Provider. Nun da kann man wohl nichts machen.
Was macht wohl Marene Heute Nacht. Gehe ich den Richtigen Weg ? Komme ich meinem Ziel näher ? Und was ist mein Ziel ? Manchmal weis ich nicht ob mir nicht doch was fehlt. Ja, in bestimmten Situationen wäre es ganz nett zu zweit. Ich vermisse Manchmal eine Umarmung oder eine Freundliche Geste. Dann aber wieder sehe ich Pärchen die im ständigen Machtkampf sind und jeder möchte Siegen. Da bleibe ich lieber alleine. Ich glaube ich komme langsam in ein alter wo ich Angst habe alleine zu sein. Ja aber bin ich wirklich alleine. Sind da nicht Dutzende Freunde die ich habe und auf die ich zählen kann ! Ja und wie war es in Situationen in denen ich Hilfe brauchte ? Ja da war auch immer jemand da der mir half. Auch als ich in Pakistan oder Indien war haben mir Leute beigestanden als ich so Krank war das es ohne Hilfe nicht mehr ging. Nun vermutlich kann man nicht beides haben. Freiheit zu entscheiden ohne nur einen einzigen Kompromiss eingehen zu müssen. Und zugleich mit einer Person zusammen zu sein die das auch alles mitmacht.

36. Tag Mo. 6. Januar 2003
Ruhetag in Chefchaouen


Es sieht so aus als ob ich noch einen Tag länger in Chefchaouen bleiben werde. Das Wetter hat sich noch nicht wesentlich gebessert und ich könnte nochmals Versuchen eine Provisorische Internetseite einzurichten.
Ich ging morgens zur Medina wo ich mich bei einer Tasse Kaffe mit einem Engländer unterhielt der Liegeräder in London verkauft. Später ging ich nochmals ins Internetcafe wo ich bei Fortunecity eine provisorische Homepage erstellen konnte. Ich hoffe das Piranho dennoch nicht untergehen wird. Und ich weiter mit dem Programm arbeiten kann.

37. Tag Di. 7. Januar 2003
Chefchaouen, Ouazzane, Ain Defali, Jorf el Melha
5.29.37, 20.1, 55.5, 110.07 Total: 1'437.6 Km


Der Regen hatte aufgehört dennoch war von der Sonne nichts zu sehen. So fuhr ich los und kam sehr gut voran. Mehrheitlich ging es runter auf ca 150 m.ü.M. Rund um mich hatte ich saftig grüne Wiesen umgeben von Bergen. Die Strasse war abgesehen von ein paar Km relativ gut und ich kam sehr gut voran. Einmal wollte ein Kind ein Stein werfen. Ich stoppte und sagte ihm schau hinter mir ist eine Katze, wenn du den Stein wirfst hast du ein grosses Problem mit mir. Er verstand mich. Dennoch wurde ich später nochmals von einem Kind mit einem Stein beschossen. Ich hoffe es bleibt die Ausnahme. Werden es sehen. Es scheint in dieser Gegend sehr viel zu Regnen. Der Boden ist sehr nass und strömende Bäche schiessen neben der Strasse an mir vorbei. Es wird schwer sein einen Platz zu finden. Zumal ich hier an keine grössere Siedlung komme. Als es dann Dunkel wurde hatte ich immer noch nichts gefunden. So entschied ich mich neben einem Dorf mein Zelt aufzustellen. Kaum hatte ich mein Zelt aufgestellt kamen die Dorfältesten und wollten mich zur nächsten Stadt wegjagen. Die Stadt wäre 2 Km entfernt. Es war schon dunkel und ich hatte keine Lust in der Nacht in einer Stadt wo es viele Leute gibt einen Platz zum campen zu finden. Das Risiko das was passieren würde war mir zu gross. So diskutierten die Ältesten was Sie mit dem Fremdling anfangen könnten. Man entschied das ich 100 Meter weiter von der Strasse zelten dürfe. Ich sah mir die Stelle an und packte schnell meine Sachen zusammen. Später kamen ein paar Leute und brachten mir eine Suppe.

38. Tag Mi. 8. Januar 2003
Jorf el Melha, Nzala des Beni Ammar
2.58.21, 16.7, 40.0, 49.72 Total: 1'487.3 Km


Die Nacht durch hat es geregnet ich wartete bis der Regen aufhörte. Dann packte ich meine Sachen und fuhr los. Das Wetter war gegen mich und ich kam fast nicht vorwärts. Der Wind hielt mich ständig in Schach. Einmal kam er von vorne dann von der Seite. So musste ich ständig auf alles gefasst sein. Das erforderte sehr grosse Konzentration. Dazu kam das es stellen weise regnete . Keine guten Bedingungen. Ich Hoffe das ich bald wieder mal die Sonne zu sehen bekomme. Heute hielt ein Truckdriver an und gab mir 2 Orangen. Das stellte mich ein wenig auf. In Nzala des Beni Ammar fand ich dann ein Caffe wo ich den Regen abwarten wollte um dann noch ins 18 Km entfernte Moulay Idriss zu kommen. Leider änderte sich das Wetter nicht mehr. Ich denke das ich hier schon irgendwo übernachten kann. Mal schauen wo.
Die Frage klärte sich dann automatisch. Ich konnte beim Kellner übernachten. Der Mann arbeitet 7 Tage die Woche von 8.00 bis 22.00 Uhr. Wäre nichts für mich.


39. Tag Do. 9. Januar 2003
Nzala des Beni Ammar, Moulay Idriss, Meknes
3.26.10, 14.3, 46.0, 49.18 Total: 1'536.5 Km


Es ging die ersten 7 Km von 350 m.ü.M auf 750 m.ü.M. Ich brauchte für die 20 Km nach Moulay Idriss 1 ½ Stunden. Der Wind war so stark das es mich beinahe vom Rad schleuderte. Als ich ankam fing es an in strömen zu Regnen. Und ich wollte heute noch ein rechtes Stück weiter. Ich muss schauen das ich den Regen hinter mir lasse. Kurz vor 12.00 Uhr hörte der regen auf und es sah so aus als käme die Sonne. So fuhr ich los. 24 Km bis nach Meknes. Normalerweise etwa eine Stunde. Nicht aber bei dem Wind der gegen mich kämpfte. Natürlich war ich der schwache David und musste schauen das ich im so gut wie möglich Paroli bieten konnte. Ich bildete mir ein ich sause durch die Lüfte und dann kaum auch schon wieder der Regen. Nun gab es neue Hoffnung ein Meilenstein der ankündigte das Meknes in 7 Km erreichbar ist. Ich stellte mir vor in Caffe zu gehen und auf zu Atmen. Nun waren es noch 5 Km dann 4 und ich sah die ersten Häuser. Meine Hose war nass meine Jacke schwamm mir auch schon fast davon. Soll ich jetzt in dieses oder ins nächste Caffe. Ja ich habe es geschafft. Gönne mir einen Kaffe au Lait. Meine Hose ist immer noch nass. Ich werde hier bleiben habe keine Lust mehr zu kämpfen. Für heute lasse ich es gut sein. Meknes, das neue Meknes gefällt mir sehr gut. Ist wie eine moderne Europäische Stadt. Ich finde schnell ein Hotel für Marokkanische Verhältnisse teuer. Für mich was machen schon 6.50 Euro aus. Ich habe ein schönes Zimmer in der Neustadt und bin Happy. Ein wenig Luxus nach diesen Strapazen waren nun wichtig. Ornix ist auch froh und mach es sich auf dem grossen Bett bequem. Ich bin froh und wage es nicht an morgen zu denken. Inshala scheint morgen die Sonne und der Wind kommt von hinten. Inshala !!!
Man ich bin wirklich erstaunt wie Modern Meknes ist. Ich habe das Gefühl das man hier fast alles bekommt. Ich sah sogar einen Bikeshop der ein sehr gutes Sortiment hatte, leider war er geschossen. Ich versuche morgen nochmals hinzugehen. Ich fand ein Lebensmittelgeschäft das Bier verkauft. Biere de Prestige, Speciale, Flag, hergestellt in Casablanca. Nimmt mich wunder ob man die Brauerei besuchen kann. Das Bier schmeckt sehr gut und war nicht mal so teuer, 80 Eurocent. Ich war noch im Internetcafe habe aber nicht alles so machen können wie ich wollte. Die Verbindung war ziemlich langsam. Dann war ich noch essen und hatte solchen Hunger das ich gleich 2 Portionen ass. Dabei stellte ich fest das mein erstes Richtiges essen für Heute war. Darum war ich heute auch ein wenig genervt. Nun der Wind und der Regen waren bestimmt auch ein wenig Schuld daran. Für 1.50 Euro bekam ich 8 Passphoto plus das Orginalbild. Werde mal Irgendwo versuchen es zu Scannen. Nun bin ich im Hotel in der Lounge im 1. Stock schaue TV und gönne mein 2. Bier. Ornix streckt sich, springt runter und spielt ein wenig mit dem Schaffsfleisch. Ja heute Abend geht es uns gut. Wir lassen uns mal verwöhnen.


40. Tag Fr. 10. Januar 2003
Meknes, Khemisset, El Jemaa
4.49.39, 18.8, 47.5, 90.47 Total: 1'627.0 Km


Und als ich am morgen aus dem Fenster sah, konnte ich es fast nicht glauben. Die Sonne schien und es waren keine Wolken am Himmel. Ich kaufte noch 2 neue Schläuche ein. Die sind auch besser verschweist beim Ventil. Dann fuhr ich los. Es war ziemlich kühl so das ich sogar Handschuhe brauchte und mich richtig toll anzog. Ich kam sehr gut voran. Einmal ein bisschen schneller als die letzten 2 Tage. Es ist schon erstaunlich zu sehen wie gross die Unterschiede sein können. Ein Feld reiht sich dem anderen an. Die Landschaft gefällt mir sehr gut. Es ist 17.00 Uhr in einer halben Sunde geht die Sonne unter und ich habe immer noch nichts gefunden wo ich die Nacht verbringen könnte. Und es liegt nicht am Platz. Felder gibt es haufenweise. Es geht um Sicherheit. Da sehe ich ein paar Jungs auf der Strasse Fussball Spielen. Ich frage Sie ob ich bei den Feldern mein Zelt aufstellen dürfe, für eine Nacht. Es kommt sogar noch besser. Ich darf in einer kleinen Hütte, neben der Moschee übernachten. Meine eigen kleine Hütte, genial. Man serviert mir eine Art Eintopf mit Gemüse und Fleisch und später noch Tee. Die Gastfreundschaft ist einfach grossartig. Daraus können wir "Europäer" nur lernen. Ich erinnere mich an Frankreich und Italien die mich wahrscheinlich am liebsten zum Mond schiessen wollten wenn ich in kein Hotel gehen wollte. Da die Preise für mich, der kein Einkommen während der Reise hat, zu hoch sind. So versuche ich meistens Privat mein Zelt aufzustellen. was in Frankreich und Norditalien nicht immer so leicht war. Die Nacht war dennoch sehr kalt im Raum und so kroch ich mich tief in den Schlafsack hinein.


41. Tag Sa. 11. Januar 2003
El Jemaa, Maaziz, Romani, Ez Zhiliga, Col de Khaloua
5.26.35, 17.4, 45.0, 94.62 Total: 1'721.6 Km


Am morgen gab es dann eine Art Maisbrot das ich schon von Chefchaouen her kenne und fast jeden morgen gegessen habe. Diese Maisbrot war aber wesentlich besser. Ich hatte das Gefühl als wäre es ein wenig gesüsst worden. Wahrscheinlicher jedoch ist das es vermutlich eine bessere Qualität von Mehl ist und darum auch besser schmeckt. Es ging 200 m hoch innerhalb weniger Km die sehr anstrengend waren. Auf 400 m.ü. M hatte ich dann einen ausgezeichneten Ausblick. Es ging nochmals runter zum nächsten Fluss um dann die Strasse in Serpentinen wieder hoch zu kriechen. Als ich in einem unscheinbaren Dorf einen Kaffe trinken wollte, wurde ich umringt von Dutzenden Kindern. Als ich das Gefühl hatte es werde Unangenehm, fuhr ich weiter. Ich merkte nach den ersten 10 Metern das die Strassenkarte fehlte. So hielt ich an und ein Kind übergab sie mir. Ich kann nicht sagen ob ein anderes Kind die Karte genommen hatte oder ob sie runter gefallen ist. Der Verlust der Karte wäre gross gewesen. Es ist sehr schwer oder fast unmöglich eine Strassenkarte von Marokko in Marokko zu finden. Ich sah unterwegs viele Sämänner und das erinnerte mich an die Evangelien Jesus. Siehe dazu Matthäus 13,1-53, Markus 4,1-34 und Lukas 8,4-18. Hier ist noch vieles wie in alten Zeiten.
Heute viel mir zum ersten mal auf das ich wesentlich besser atmen und riechen kann seit ich mit dem Rauchen aufgehört habe. Ich wollte schon bei der letzten Tour aufhören hatte es aber nie wirklich fertig gebracht. Als ich dann nach Hause kam, rauchten meine besten Freunde nicht mehr. das war ein Ansporn für mich. Und nach ein paar Wochen am 18.11.2002 hörte ich dann auch auf. Ich bin froh gute Freunde zu haben. Ich lerne das auch immer mehr zu schätzen. Früher waren mir Freundschaften egal, sie kamen und gingen. Heute merke ich das es sehr schwer ist gute Freunde zu haben und das man solch gute Freundschaften pflegen sollte. Nun ich merkte das ich viel besser riechen konnte an den duftenden Wiesen die in voller Pracht blühten. °s roch zum Teil wie Mandeln oder Marzipan. Wenn ich denke wie mühsam es vor nur 2 Tagen war. Als ich fast nicht vorwärts kam und Heute habe ich so einen schönen Tag. Natürlich ist es auch Heute anstrengend. Habe mehrere Pässe befahren der höchste auf 845 m.ü.M. Doch die Belohnung dafür ist es wert. Vor ein paar Tagen fragte jemand ob ich einen Preis bekomme wenn ich mit dem Rad unterwegs bin. Ich glaube der Preis ist für mich es machen zu dürfen. Wenn man mir Geld für die Eindrücke die ich erlebe bezahlen würde. Ich wäre wahrscheinlich der Reichste Mensch. Nein, Geld bekomme ich nicht das ich hier mit dem Rad die Berge hoch krieche. Ich würde es auch nicht für Geld machen wollen.
Ich wurde reich belohnt als ich am Abend um einen Platz fragte wo ich das Zelt aufstellen kann. Man wollte von solch blöden Ideen nichts wissen. Wer kommt auf solchen Blödsinn ein Zelt aufstellen zu wollen. Nein du übernachtest in unserem Haus als Gast. Sei Willkommen. So konnte ich nichts mehr dagegen halten. Und auch Ornix wurde Gast der Familie. Man gab mir zu essen, zu trinken und man sorgte für mein Wohl. Danke Marokko, ich bin stolz dieses Land sehen zu dürfen.


42. Tag So. 12. Januar 2003
Col de Khaloua, Oued Zem, Fkih Ben Salah
4.58.04, 19.4, 39.0, 96.14 Total: 1'817.8 Km


Es fällt schwer diese herzlichen Leute zu verlassen. Ich bin auf über 800 Meter Höhe. Vor mir erstreckt sich ein etwa 50 Km langes Hochplatto. Es geht leicht hoch und runter nicht mehr als 30 m Höhendifferenzen. Die Berge immer in Sichtweite. Ich rausche davon. Höre mir Musik vom Minidisc an und habe das Gefühl zu fliegen. Was für ein herrlicher Tag. Wer noch nie auf dem Rad war weis nicht wovon ich spreche. Ich spreche von einer Freiheit sich fort zu bewegen ohne die Welt auch nur Ansatz weise zu zerstören. Wieso hat der Mensch nur die blöde Idee, man kommt nur mit einem Motor weit. Mir fällt auf das die Fahrzeuge die mich überholen immer mit mehreren Personen gefühlt sind. Nicht so wie bei uns. Wo doch jeder alleine zur Arbeit oder zum Einkaufen fährt. Das ist sicher auch eine Frage des Geldes. Dennoch schön so was noch zu sehen.
Ich höre ein Geschrei und halte an. Ich sehe ein kleines Welpen ganz alleine. Wo ist wohl die Mutter ? Ich warte sehe aber keine Hündin weit und breit. Ich nehme das kleine Hundebaby mit. Ornix faucht und freut sich überhaupt nicht. Das Welpen bekommt die scharfen Krallen Ornix zu spüren. Obwohl das Welpen 3 mal kleiner ist. Ich mache nach einer halben Stunde eine Pause. Ornix macht den Puckel. Wie lange geht es wohl bis die sich verstehen. Und wird das Welpen überleben ? Wenn es Heute Abend ist vielleicht. Hätte ich es dagelassen wäre es irgendwann, wenn sich niemand darum gekümmert hätte drauf gegangen. Für mich ist es keine grosse Belastung. Wenn ich für eine Katze sorgen kann, werde ich das auch für einen Hund tun können. Wie soll ich ihn nennen. Ich werde abwarten sehen ob er es überlebt und ob Ornix sich mit unserem neuen Begleiter anfreunden kann. 5 Km vor Fkih Ben Salah fängt es an zu Hageln. Nichts wo man sich unterstellen könnte. Ich werde Komplet nass. Ich habe Glück und finde ein Hotel. 15 Euro ist mir jedoch zu viel. Es gebe noch ein günstigeres. Ich frage einen Polizisten nach dem Weg. Es wäre etwa 10 Euro die Nacht, es ist eins der besseren Hotels. Ich frage ob es was für 5 Euro gebe. Der Polizist kommt mit und verhandelt mit dem Portier. Ich könne das Zimmer für 5 Euro haben. Und ich wäre in guten Händen. Man stellt mich dem Polizei Inspektor, dem Hotelchef und anderen hohen Persönlichkeiten vor. Ich checke ein. Als ich bezahlen will winkt man ab. Ich wäre Gast des Hauses. Danke, ich kann nichts weiter tun als dieses Land mit diesen Leuten zu loben. Und im Fernsehen reden die Spinner vom Terrorismus. Und die Blinden führen die Blinden, so das Sie gemeinsam in die Grube fallen. Ja man erkennt den Menschen an den Taten ob er gut oder schlecht ist. Ich hoffe das viele Menschen ohne Vorurteile durch die Welt reisen und die Menschen so nehmen wie Sie sind. Und nicht schon im voraus Verurteilen. Haben wir bei Afghanistan so richtig gehandelt ? Ist es jetzt besser als vorher. War es nötig das so viele Menschen starben für diese eine Sache ?


43. Tag Mo. 13. Januar 2003
Fkih Ben Salah, Ben Moussa, El Kelaa des Sraghana
4.23.22, 19.7, 55.0, 91.36 Total: 1'909.2 Km


Am morgen gab mir der Chef seine Visitenkarte damit ich ein wenig Werbung mache. Nun hier ist die Adresse : Hotel Sofaris, 207 Avenue Hassan II., Fkih Ben Salah. Der Morgen war sehr kühl doch wenigstens schien die Sonne. Ich kam sehr gut vorwärts. Das einzige Problem war das sich Ornix und der kleine Hund sich noch nicht so gut verstanden. Der Hund machte keine Probleme, es war Ornix die Fauchte und nicht zusammen mit dem Hündchen ins Körbchen wollte. Das war für mich stressig. Und so unternahm ich den Versuch in Dar Ould Zidouh einen Anhänger anzufertigen. Der Versuch scheiterte weil ich keine passenden Materialien fand. Ich werde es in Agadir nochmals Versuchen da ich dort mehr Zeit habe. Ich nahm daher Ornix im wörtlichen Sinn an die kurze Leine. Ich Hoffe das sich die beiden noch aneinander Gewöhnen werden. Doch eines ist klar, einen Anhänger werde ich irgendwann sowieso brauchen. Der kleine Wächst schnell. Ich habe jetzt schon das Gefühl das er schon gewachsen ist. Nun er frisst auch wesentlich mehr als Ornix und dabei ist er auch noch viel kleiner. Er hat auch die schärferen Zähne. Jetzt kann Ornix noch ihre Macht ausspielen, doch bald ist Sie die Nachgeben muss. Vielleicht ahnt Sie das auch ein wenig und hat Angst Ihre Position zu verlieren. Wer weis.
Die Gegend hier ist wesentlich flacher und ich bin auf etwa 400 m.ü.M. Es ist herrlich und ich geniese diesen Tag. In solchen Momenten bin ich am glücklichsten. Einfach auf dem Fahrrad durch die verschiedensten Landschaften zu fahren. Was brauche ich mehr ? Es ging auf 5 Uhr Abend hin. In etwa einer ¾ Stunde geht die Sonne unter und 15 Minuten danach ist es dunkel. Ich habe noch keine Ahnung wo ich schlafen werde. Das ist keine Neuigkeit. Ich plane selten voraus wo und wie ich übernachten werde. Ich lasse mich in dieser Richtung fügen und handle spontan nach Gefühl. So frage ich bei einem Weingut ob ich dort mein Zelt aufstellen könne. Leider nicht möglich er verweist mich auf den Platz neben der Strasse. Das ist mir ein zu hohes Risiko das ich nicht eingehen möchte. Ich fahre weiter und bin noch 12 Km von El Kelaa des Sraghana entfernt. Zu lange bin ich schon gefahren um dieses Stück noch zu schaffen. Und Ornix ist wieder am Rebellieren. War Sie doch ziemlich lange still, will Sie Jetzt raus an die frische Luft die nicht nach Hund riecht. Ich verstehe das ganz gut und akzeptiere es. Ich sehe ein paar Hundert Meter entfernt ein Feld wo ich mein Glück probieren kann. Ich schaffe es gerade noch mein Zelt aufzustellen bevor es dunkel ist. Im Zelt beobachte ich Hund und Katz. Ornix ist schon ruhiger und der kleine mutiger. Er stolziert vor der Nase von Ornix herum die den kleinen anfaucht. Er sucht Schutz und wärme bei mir. Ich verhalte mich Neutral. Habe das auch als Schweizer gelernt. Streichle 2 mal die Katze und einmal den kleinen Wurm.Inshala ich hoffe das geht gut und die beiden werden Freunde.
Ich liege schon schlafend im Schlafsack als ich von Stimmen aufgeweckt werde. Es sind 2 Marokkaner die ein paar Hundert Meter entfernt wohnen. Sie kommen und fragen mich ob ich Hunger habe und etwas essen möchte. Ich nehme das Angebot an. 10 Minuten später habe ich einen Teller Linsen mit Hühnchen, Gemüse und Brot in den Händen. Der kleine bekommt den Hühnerknochen, an dem Nagt er genüsslich. Und das beste ist man gibt mir eine Decke für die Nacht. Die kann ich sehr gut gebrauchen die Nächte sind sehr kühl. Die Gastfreundschaft scheint keine Grenze in diesem Land zu kennen.


44. Tag Di. 14. Januar 2003
El Kelaa des Sraghana, Tamelelt, Marrakech
4.12.51, 23.7, 49.0, 99.85 Total: 2'009.1 Km


Um 8.00 stehe ich auf. Ich räume langsam meine Sachen zusammen. Lasse den Tieren ein wenig Raum sich zu bewegen. Ich bekomme Tee und Brot zum Frühstück und verabschiede mich dann herzlich von diesen Bemerkenswerten Menschen. Mögen Sie lange Leben und viele Kinder haben. Ich breche auf und komme um 11.30 Uhr in Tamelelt an. Dort mache ich für 2 Stunde Pause wo sich die beiden ein wenig beschnuppern können. Es sind noch 55 Km nach Marrakech, Inshala bin ich heute Abend dort. Die Strecke war ziemlich Eben.Vor mir sah ich ich den Hohen Atlas den höchsten Gebirgszug Marokkos. Der höchste Berg ist der J.Toubkal mit seinen 4167 m.ü.M. Inshala werde ich ihn eines Tages begehen, wer weis vielleicht noch auf dieser Reise. Nun ich kam sehr gut vorwärts. Zwischen 25 und 40 Km/h zeigte mein Tacho die Geschwindigkeit an. So fuhr ich die 55 Km in 1¾ Stunden und war schon kurz vor 16.00 Uhr in Marrakech. Ich ging zuerst einen Kaffe trinken. Von einem Franzosen erhielt ich die Adressen zweier Hotels. Im Hotel Chella bekam ich dann einen sehr schönen Raum für 50 Dirham (5 Euro) die Nacht. Ich werde mindestens noch eine Nacht hier bleiben eventuell auch noch eine dritte. An der Rezeption hatte der Mann mühe mit dem Schweizer Pass. Er konnte nichts Entschlüsseln, weder Name noch Passnumer. Er behauptete das er noch nie so einen komischen Pass in den Händen hielt. Mir ist das ein grosses Rätsel da der Pass in 5 Sprachen angeschrieben ist. Französisch, Deutsch, Italienisch, Rätromanisch und Englisch. Sollten wir den Pass noch auf Arabisch anschreiben wären wohl die Chinesen die nächsten die Ihn nicht verstehen.
Ich lies meine Tiere im Zimmer, in der Hoffnung einer bleibt am Leben. Ich kaufte 2 neue Wasserfeste Plastiksäcke ein. Mit denen packe ich Schlafsack und Zelt ein, damit Sie vom Regen geschützt sind. Die von Spanien waren schon an mehreren Stellen gerissen. Als es das letzte mal Hagelte war alles nass. Die Plastiksäcke von hier sind sogar noch ein wenig dicker und sehen stabiler aus. Dann ging ich in einer Strassenküche eine Suppe essen. Die Damen waren sehr freundlich. Schade das es so etwas nicht mehr in der Schweiz gibt. Unsere Gesetze nehmen jegliche Spontaneität weg. Wenn einer sein eigenes Geschäft eröffnen will braucht er eine Genehmigung. Das geht mir ziemlich auf die Nerven. Klar hat das denn Vorteil das alles seine Geregelten Bahnen geht und alles Sicher und Hygienisch ist und alles sehr leicht Kontrollierbar wird. Jedoch wäre mir schlecht von der Suppe geworden, wäre ich nicht mehr dort essen gegangen und die Damen müssten einer anderen Beschäftigung nachgehen. Hier haben die Leute noch mehr Möglichkeiten Geld mit Ihrem eigenen Geschäft zu verdienen. In der Schweiz wären die meisten Angestellte von einem Seppli. Was der Richtige oder bessere Weg ist habe nicht ich zu entscheiden. Doch ich weis wäre es in der Schweiz einfacher ein Geschäft zu eröffnen hätte ich schon lange mein Geschäft. Doch wer würde dann mit dem Liegerad, einer Katze und einem Hund durch die Länder fahren und Berichte schreiben. Nein ich glaube das ich im Moment mich auf dem Richtigen Pfad bewege. Die Richtung und das Ziel sind dabei gar nicht so von Bedeutung. Was soll ich da Planen es kommt sowieso anders und überhaupt als man denkt.
Nun ich bin vom Thema abgeschweift. Nach der Suppe ging ich zum Hotel zurück. Ich fand die beiden Spielend wieder vor. Ich glaube das kommt sehr gut mit den beiden. Ornix ist zwar noch nicht 100% zufrieden, doch lassen wir die Zeit vergehen und werden sehen was kommt.


45. Tag Mi. 15. Januar 2003
Ruhetag in Marrakech


Ich machte heute einen grossen Fehler den ich sehr büssen musste. Ich musste das Hotel wechseln. Und das Zimmer war doch so schön gross. Ich ging mit der Katze und dem Hund in den Hof. Die Besitzerin war nicht gerade begeistert und warf mich doch glatt aus dem Hotel. Da konnte ich nichts machen. Nun es war keine Sache ein Hotel zu finden, doch das Zimmer das ich jetzt habe ist wesentlich kleiner und hat auch keine Steckdose. Nun damit muss ich leben. Ich war dann noch kurz im Internetcafe und aktualisierte die Homepage. Der Piranho Server funktioniert immer noch nicht einwandfrei, leider. Ich entflohte den kleinen Hund. Der hatte ziemlich viel Ungeziefer.


46. Tag Do. 16. Januar 2003
Ruhetag in Marrakech


Ich blieb noch einen Tag länger in Marrakech. Beuchte den Souk "Markt". Schon beeindruckend wie die Marktverkäufer ihre Waren aufstapeln und zur Schau stellen. Man findet von Altagsgegenständen wie Geschier und Gewürze bis zu Medizin aus Kammelfett oder Tierextrakten alles mögliche. Es ist faszienierend in den Gängen herumzuschlendern und immer wieder was neues zu entecken.


47. Tag Fr. 17. Januar 2003
Marrakech, Oudaya, Ait bou Riah, Imi n Tanoute
6.54.07, 19.0, 57.5, 131.0 Total: 2'140.3 Km


Um 7.00 Uhr war ich wieder auf der Strasse. Ich hatte ein schlechtes Gewissen da ich das Zimmer in einem schmutzigen Zustand hinterlassen hatte. Der kleine Hund hat überal hingekackt. Nun ich kam sehr gut vorwärts und genoss das Panorama auf die Schneebedeckten Berge des Hohen Atlas. Ich fuhr bis kurz vor Sonnenuntergang und kam bei einer Tankstelle an. Nun war ich auf 1150 m.ü.M. Ich fragte ob ich mein Zelt im Garten aufstellen könne doch ich war froh das ich im Gästeraum übernachten konnte.


48. Tag Sa. 18. Januar 2003
Imi n Tanoute, Agadir
ca. 121.0 Total: ca. 2'261.3 Km


In der Nacht musste es unter Null Grad gewessen sein. Auf der Terrasse hatte sich Eis gebildet. Die ersten paar Km ging es nochmals Hoch. Die Steigungen sind hier extrem pro Km 50 Höhenmeter ist keine seltenheit. 60 m vor Agadir wurde ich von der Police Royal angehalten und veror eine halbe Stunde da dieser Unsympatische Typ meinte er müsse alle meine Angaben überprüfen. In Agadir angekommen übernachtete ich im Campingplatz.


49.-94. Tag So.-Di. 19. Januar - 4. März 2003 Chruesi bei Ricco in Agadir


Ich übernachtete 2 Tage im Camping am dritten Tag lernte ich Ricco kennen der mich spontan bei sich zu Hause einlud. Ricco kommt Ursprünglich aus Luzern lebt aber bereits seit mehreren Jahren in Marokko. Er war über 15 Jahre Nonstop Unterwegs und hatte Naturheiler und Shamanismus gelernt. Ich entschied eine gewisse Zeit bei ihm zu wohnen und ein wenig von ihm zu lernen. Wir mieteten auch ein Auto und besuchten meine Eltern in Tiznit. Ricco erzählte mir viel vom Leben der Marokkaner. Und es war auch mal schön einfach einen Ort zu haben wo ich entspannen und machen kann was ich will. Ich gab den Hund weg, an eine nette Familie. Hoffe das er hier ein schöneres Leben haben wird.


95. Tag Mi. 5. März 2003
Agadir, Tamri, Haha
5.52.40, 16.3, 47.5, 96.1 Total: 2'376.9 Km


Nach einer langen Ruhepause in Agadir fiel es schwer Abschied zu nehmen. Ich lies Freunde zurück und das machte den Abschied nicht leichter. Die Sonne brannte bereits sehr Intensiv als ich Agadir hinter mir lies später kam der Wind noch von vorne so das an ein schnelles vorankommen nicht zu denken war. Das Panorama entschädigte ein wenig. Und ich fand am Abend einen schönen Platz wo ich Zelten konnte.


96. Tag Do. 6. März 2003
Haha, Tamanar, Essaouira
4.37.13, 18.2, 53.0, 84.0 Total: 2'460.9 Km


Früh morgens war ich dann bereits wieder unterwegs. Mein heutiges Ziel klar vor Augen Essaouira.


97.-99. Tag Fr.-So. 7.-9. März 2003
Ruhetage in Essaouira


Essaouira ist eine der schönsten Hafenstädte die ich bisher in Marokko gesehen habe. Sie gefiel mir auf anhieb obwohl es hier eher sehr kühl ist vom ständigem Wind. Als ich ankahm lernte ich 2 Mädchen kennen die mir ein günstiges Privatzimmer verschafften. Nun ich bin dann später ins Hotel umgezogen da mir der Vermieter zu viel gekifft hat. Und ich will nun wirklich keine Probleme mit der Polizei in Marokko haben. Auf das kann ich verzichten. Die nächsten paar Tage genoss ich sehr in dieser schönen Stadt. Ich konnte meine Gedanken auch mal aussprechen was sehr gut tat.


100. Tag Mo. 10. März 2003
Essaouira, Souira Kedima
5.45.08, 16.0, 62.0, 92.6 Total: 2'553.6 Km


Essaouira hat mir gut getan. In den letzten Tagen waren meine Gedanken überall zerstreut. Jackie hat mich aufgemuntert und es war gut das ich auch ein wenig länger noch blieb als vorgesehen. Ein konstanter Wind lies mich dann den ganzen Tag nicht mehr in Ruhe. Ich dachte ich komme hier nie mehr vom Fleck. Was mich wundert ist das an der Küstenstrasse so wenig Verkehr herrscht und dabei ist Sie nur Traumhaft schön der Gegensatz von Spaniens Südküste. Bei einem Österreicher, der mir einer Marokkanerin seit 3 Jahren verheiratet ist, konnte ich übernachten.


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