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Donau Tour 1997 1. Teil 

Donau Tour

22. Juni 1997 bis 19. September 1997

Mit dem Liegegrad von Kloten (Schweiz) bis nach Istanbul (Türkei)

2. Teil

59.-60. Tag Mo.-Di.  18.-19.8.1997
Bistrita
Ruhetage

In einem kleinen Restaurant schrieb ich Karten dabei sprach mich Diana an. Sie lud mich ein und ich konnte 2 Tage bei Ihr bleiben. So lernte ich Ihre Familie kennen. Ihre Mutter war Anwältin, Yoga Lehrerin und Hausfrau und eine sehr gute Köchin.

61. Tag Mittwoch  20.8.1997
Bistrita Podu Cosnel
Fahrtzeit: 3h 50, Tagesetappe: 63.1 km, Total: 3789.4 km, Durchschnitt: 16.5 Km/h, Max:61Km/h, Start: 14.00 Ankunft: 18.00


Vlad Tepes (Dracula)

Die Strasse nach Timuta war die schlechteste die ich bis jetzt sah. Ich konnte gerade einmal 15 Km/h auf gerader Strecke fahren. Auf dem Pass (1226m.ü.M) gab es ein Dracula Hotel. Die Nacht verbrachte ich bei einer freundlichen Bauernfamilie. Als erstes bekam ich einen Schnaps serviert.


Auf 1416m.ü.M der Prislop Pass

62. Tag Donnerstag  21.8.1997
Podu Cosnel  Pasul Prislop
Fahrtzeit: 4h 14, Tagesetappe: 90.5 km, Total: 3879.8 km, Durchschnitt: 21.4 Km/h, Max:51.5Km/h, Start: 12.00 Ankunft: 18.15

Die Strasse wurde besser und ich fuhr einem schönen Tal entlang. Vor mir lag noch der 1416müM hohe Prislop Pass. Ich traff Wilhelm der schon das 15 mal in Rumänien ist. Die Steigung war nicht extrem so das ich nach einer halben Stunde schon auf dem Pass war. Oben Angekommen traf ich nochmals Wilhelm. Im nächsten Restaurant war reger Handel. Leute verkauften grosse Pilze für den Export nach Italien. Rumänien machen aus mir noch einen Alkoholiker. Ich kann einfach nicht nein sagen. So wurde ich zig mal Eingeladen und trank von dem bitteren selbstgebrannten Gebräu das am nächsten Tag mit Bestimmtheit Spuren hinterlässt.

63.-64. Tag Fr.-Sa.  22.-23.8.1997
Pasul Prislop Viseu de Sus
Fahrtzeit: 1h 42, Tagesetappe: 47.7 km, Total: 3927.6 km, Durchschnitt: 28.1 Km/h, Max:54.5Km/h, Start: 11.15 Ankunft: 13.20

Was ist los werde ich von Wölfen angegriffen oder träume ich das nur ? Ich lag friedlich in der Hängematte als ich von 10 knurrenden Hunden aus den Schlaf gezerrt wurde. Benommen von dem Gestrigen Gelage stand ich langsam auf. Es war der Käser der mich dann zum Morgenessen Einlud. Er zeigte mir wie er Käse macht. Natürlich fehlte es auch hier nicht am Schnaps. Zum Abschied gab er ca. 1 Kg Käse mit auf den weg. Es folgte eine 17 Km lange rasante Abfahrt die ich mit vollen Zügen genoss. In Viseu de Sus traf ich Wilhelm wider der bei der Fam. Naggys wohnte eine Zipser Deutsche Familie. Die Leute waren so freundlich das ich einen Tag länger blieb. Immer wider fallen mir die Fuhrwerke auf die mit Ochsen, Pferden oder Eseln bespannt sind. Die Fuhrwerksleute schrecken auch gar nicht von einer stark befahrenen Strasse.


Rumänisches Fuhrwerk

65.-66. Tag So.-Mo.  24.-25.8.1997
Viseu de Sus Bistrita
Fahrtzeit: 4h 21, Tagesetappe: 96.5 km, Total: 4024.2 km, Durchschnitt: 22.2 Km/h, Max:51.5Km/h, Start: 15.30 Ankunft: 20.30

Als ich das Rad reinigte fand ich Draht im Kettenblatt verwickelt. Vor mir lagen 4 Berge die ich überqueren musste was einiges an Schweisstropfen verbrauchte. In Bistrita angekommen wurde ich von Dianas Familie schon erwartet. 
Die Mücken liessen mich bluten so das ich sehr schlecht schlief. Diana und Claudio zeigten mir Bistrita na ja nicht eine umwerfende Stadt. Am Abend gingen wir ins Kino, die Filme laufen in Originalsprache so das ich auch was verstehen konnte.

67. Tag Dienstag  26.8.1997
Bistrita Podu Cosnel
Fahrtzeit: 3h 34, Tagesetappe: 62.3 km, Total: 4086.6 km, Durchschnitt: 16.8 Km/h, Max:59.5Km/h, Start: 12.00 Ankunft: 16.30

Ich bekam zum Abschied ein grosses Fresspaket. 3 Sandwichs, 2 Bananen, Kekse und einen halben Liter selbstgebrannten Schnaps ca. 60-70%alc. Die Strecke kannte ich von der letzten Woche. Ich konnte bei der gleichen Fam. übernachten was sehr angenehm war.

68. Tag Mittwoch  27.8.1997
Podu Cosnel Locoponni
Fahrtzeit: 6h 49, Tagesetappe: 141.8 km, Total: 4228.4 km, Durchschnitt: 20.8 Km/h, Max:56.5Km/h, Start: 10.00 Ankunft: 20.00

Es Regnete was aber eher angenehm war. In einer kleinen Bar machte ich kurz halt um einen Kaffee zu trinken. Die Leute waren sehr freundlich und wollten mich nicht gehen lassen bis ich nicht mit jedem mindestens ein Glas Schnaps getrunken hatte. 


Stadthaus von Miercurea Ciuc

69. Tag Donnerstag  28.8.1997
Locoponni Pasul Bilaz Miercurea Ciuc
Fahrtzeit: 6h 59, Tagesetappe: 131 km, Total: 4359.2 km, Durchschnitt: 18.7 Km/h, Max:53.5Km/h, Start: 10.00 Ankunft: 21.00

Die Gegend ist  einfach herrlich. Umgeben von Bergen fahre ich einem Tal entlang immer wider gibt es kleine Wasserfälle und grosse Schluchten. Die Strecke zum Bilaz Pass war sehr hart 14 km ging es stetig bergauf. Ich war froh als ich den Pass endlich ereichte obwohl er mit 1258 m.ü.M nicht hoch scheint war er dennoch Schweisstreibend.

  
Prejmer Kreuzkirche                          Bild anklicken

70. Tag Freitag  29.8.1997
Miercurea Ciuc Prejmer Brasou Sacele
Fahrtzeit: 5h 56, Tagesetappe: 120.4 km, Total: 4479.6 km, Durchschnitt: 20.3 Km/h, Max:51.5 Km/h, Start: 9.00 Ankunft: 19.00

In Prejmer gibt es eine Kreuzkirche die Rundherum geschützt mit Mauern ist. Die Mauern sind gleichzeitig auch Vorratskammern. So ein Bauwerk habe ich bisher noch nie gesehen. Ein wahrlich grossartiges Bauwerk.

71. Tag Samstag  30.8.1997
Sacele Brasov Siriu
Fahrtzeit: 3h 41, Tagesetappe: 74.6 km, Total: 4554.2 km, Durchschnitt: 20.3 Km/h, Max:58 Km/h, Start: 11.00 Ankunft: 19.00

   
Marktplatz und Kirche von Brasov

In Brasov angekommen lernte ich 3 Geschäftsleute aus Dubai kennen die hier Ferien machen und auf der Suche nach Frauen waren. 3 Galgenvögel. 
In Siriu konnte ich bei einer sehr armen aber herzlichen Sinti Familie übernachten. Und wider gab es das Ritual mit dem Schnaps. Die Leute arbeiten als Holzfäller.

72. Tag Sonntag  31.8.1997
Siriu Buzau Galbinasi
Fahrtzeit: 4h 49, Tagesetappe: 112.8 km, Total: 4667 km, Durchschnitt: 23.4 Km/h, Max:53 Km/h, Start: 9.00 Ankunft: 19.00

Nach dem Morgenessen das aus ein paar Schnaps, Spiegeleier, Käse, und Brot bestand tauschten wir die Adressen aus. Dem einem Mann gab ich eine Salbe für seinen Rücken der mit Eitergeschwüren übersäht war. Der Regen machte aus der Strasse eine schmierige lehmige Piste die es nun galt zu meistern.

73. Tag Montag  1.9.1997
Galbinasi Braila Cerna
Fahrtzeit: 6h 55, Tagesetappe: 140.3 km, Total: 4807.3 km, Durchschnitt: 20.3 Km/h, Max:50.5 Km/h, Start: 8.30 Ankunft: 19.30

Es ist nicht mehr weit bis zum Donau Delta. Um 8.30 ging es los und ich verfluchte den Wind der wieder einmal in die falsche Richtung wehte. In Braila überquerte ich die Donau mit der Fähre. Nun waren es noch 40 km bis Cerna dort fand ich nach mehrmaligem Fragen eine Familie die mich für eine Nacht aufnahm. Die Leute waren super nett und so ergab es sich das wir bis 2 Uhr morgens tranken und über die Welt philosophierten.


Altstadt von Tulcea

74. Tag Dienstag  2.9.1997
Cerna Tulcea
Fahrtzeit: 3h 12, Tagesetappe: 49.5 km, Total: 4863.8 km, Durchschnitt: 17.6 Km/h, Max:49.5 Km/h, Start: 9.30 Ankunft: 13.45

Gehgegenwind machte mir heute das fahren zur Qual. Erschöpft und müde komme ich in Tulcea an. Und wieder stelle ich mit entsetzen fest das die Armut und der Drogenkonsum in den Städten um ein vielfaches grösser ist. Ich treffe ein Mädchen das etwa 17 Jahre alt ist, ihr musste der Kehlkopf entfernt werden. Das Inhalieren von Leim oder Benzin  hatte seinen Tribut gefordert. 
Ich erkundigte mich nach einer Fähre die mich ins Donau Delta rein bringt. Dabei lernte ich einen sympathischen Matrosen kennen. Der mir die Stadt zeigte und mir ein Hotel vermittelte. Am Abend traf ich Ihn und bei 3-4 Liter Wein besprachen wir das wir gemeinsam zum Donau Delta aufbrechen da er noch Leute kennt.

      
         Fähre zum Donau Delta                                             Fischer vom Donau Delta                      

75.-77. Tag Mi.-Fr.  3.-5.9.1997
Donau Delta

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78. Tag Samstag  6.9.1997
Tulcea Istria
Fahrtzeit: 3h 58, Tagesetappe: 80.2 km, Total: 4944 km, Durchschnitt: 20.2 Km/h, Max:52.5 Km/h, Start: 14.00 Ankunft: 19.00

In Istria konnte ich in einer sich noch im Bau befindenden Hütte übernachten. Die Leute waren sehr freundlich und beschenkten mich mit allerlei Waren.

79. Tag Sonntag  7.9.1997
Istria Constantsa Neptun
Fahrtzeit: 5h 11, Tagesetappe: 112.2 km, Total: 5056.3 km, Durchschnitt: 21.7 Km/h, Max:43.5 Km/h, Start: 9.00 Ankunft: 17.00

Ich besuchte die Ausgrabungsstädte in Istria. Hunderte von Schlangen krochen durch die Ruinen was für eine Schlangengrube. Ich war beeindruckt so viele Schlangen an einem einzigen Ort zu sehen. Wie lange wird das noch so bleiben ?

80. Tag Montag  8.9.1997
Neptun

Neptun ist eine Hochburg für den Massentourismus. Hotels  so gross und hässlich wie Wolkenkratzer die das Gebiet in Anspruch nehmen. Und als ich dann mein Fahrrad für ein paar Minuten unbeobachtet liess geschah es das die Gepäcktaschen durchsucht wurden und Kamera und Werkzeugtasche den Besitzer wechselten. Wie konnte ich gerade in diesem Ort so unachtsam sein ? Man sollte doch wissen dort wo Touristen sind wird auch mehr geklaut ! Nun es war nicht mehr zu ändern. So ging ich zur Polizei um eine Anzeige zu machen. Die wollten das ich mit einen Dolmetscher die Anzeige aufnehme. So suchte ich nach einer Person die mir helfen. konnte. Und die fand ich dann auch auf dem Markt. Bei der Polizei wurde ein Protokoll aufgenommen. (In der Schweiz gab ich das der Versicherung die alles bezahlte). Dennoch ärgerlich war das ich nun keine Kamera mehr hatte und auch die Filme weg waren. Geschweige den das Werkzeug. Im Bazar suchte ich nach Ersatzteilen doch Vulkanisationslösungen und Fahrrad  Flicken fand ich leider keine. So hoffte ich das ich bis ich welche finde keinen Platten bekommen werde.

81. Tag Dienstag  9.9.1997
Neptun Albena
Fahrtzeit: 4h 50, Tagesetappe: 99.9 km, Total: 5156.1 km, Durchschnitt: 20.7 Km/h, Max:48.5 Km/h, Start: 13.00 Ankunft: 19.00

Nach einem Monat Rumänien betrat ich Heute wieder Neuland. An der Grenze war fast kein Betrieb die Zöllner waren sehr Neugierig und konnten es fast nicht glauben das ich mit dem Lieger von der Schweiz kam. So was hätten Sie noch nie gesehen. So fuhr ich in ein neues Land hinein doch ich sah nur Menschenlehre Dörfer und kein Verkehr. Die Maisfelder wurden nicht bewirtschaftet obwohl er schon reif war. Kein Mensch weit und breit. Was ist geschehen ist der Krieg ausgebrochen ? Dann nach 60 km traf ich zum erstenmal auf Bulgaren. Albena wurde für Touristen gebaut. So sind hier die Preise enorm hoch selbst der Campingplatz ist noch zu teuer für mich. Die Dame am Empfang hatte jedoch ein Herz und so bezahlte ich die Hälfte. Der Ehemann von der Dame ist ein Autoschieber der gut Deutsch spricht. Er jammert mir vor wie schlecht das Leben in Bulgarien ist doch selbst was ändern will er oder kann er nicht.

 Bulgarien

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Varna

82. Tag Mittwoch  10.9.1997
Albena Varna Bjaja
Fahrtzeit: 4h 26, Tagesetappe: 91.2 km, Total: 5247.6 km, Durchschnitt: 20.6 Km/h, Max:62 Km/h, Start: 10.45 Ankunft: 18.00

Die Landschaft ist ein Traum auf der linken Seite sehe ich das Schwarze Meer auf der rechten erheben sich die Hügel. Nur der Gegenwind macht mir ein wenig zu schaffen. In Varna angekommen machte ich eine Mittagspause und gönnte mir eine Pizza. Varna ist eine herrliche Stadt mit alten grossen Bauten. Am Abend fand ich einen Campingplatz der eigentlich schon Geschlossen hatte, doch der Besitzer war so freundlich und lud mich ein. Am Abend gab es ein grosses Essen es kamen etwa 30 Leute da ein wichtiges Fussballspiel stattfand Bulgarien gegen Russland. Sie brachten allerlei zum Essen mit. Die einen hatten Kartoffeln gebraten, andere machten Salate, da gab es Wild und Fisch und natürlich wurde auch viel getrunken. Das ganze dauerte etwa 3 1/2 Stunden. Bis um morgen um 2 Uhr wurde gefeiert. Übrigens Bulgarien gewann 2:1.

 
Nessebar

83. Tag Donnerstag  11.9.1997
Bjaja Nessebar Burgos Hessomoritz
Fahrtzeit: 4h 40, Tagesetappe: 96.3 km, Total: 5343.9 km, Durchschnitt: 20.6 Km/h, Max:61 Km/h, Start: 9.30 Ankunft: 19.30

Nessebar hat den Charakter einer alten Seeräuber Insel und ist definitiv einen Besuch wert. Natürlich ist es stark vom Tourismus geprägt, dennoch hat es mich sehr fasziniert. Burgos dagegen ist eine moderne Stadt mit vielen Plattensiedlungen. In Hessomoritz übernachtete ich beim verlassenen Campingplatz.

84. Tag Freitag  12.9.1997
Hessomoritz Muyypuh
Fahrtzeit: 4h 04, Tagesetappe: 83 km, Total: 5427 km, Durchschnitt: 20.4 Km/h, Max:52 Km/h, Start: 10.00 Ankunft: 17.00

Die Nacht war sehr kalt und ich schlief nicht gerade gut. So packte ich meine Sachen. Im Dorf gönnte ich mir als erstes einen Kaffee. Dort traf ich ein Deutsches Pärchen das auf den Weg nach Istanbul war. Da es meine letzte Nacht in Bulgarien ist gönnte ich mir was spezielles. In Muyypuh kaufte ich Wein, Kekse und Yoghurt ein. Dann ging ich zum Strand suchte mir ein schönes Plätzchen wo ich mein Nachtlager errichtete. Dann sammelte ich Holz und machte ein grosses Lagerfeuer so Genoss ich die letzten Stunden am Meer.

85. Tag Samstag  13.9.1997
Muyypuh Kirklan
Fahrtzeit: 6h 34, Tagesetappe: 110.8 km, Total: 5537.7 km, Durchschnitt: 16.8 Km/h, Max:62 Km/h, Start: 10.00 Ankunft: 19.00

Ich fuhr durch eine der schönsten Landschaften und die war fast Verkehrsfrei. Wälder und Bergketten so weit das Auge reicht einfach Fantastisch. An der Bulgarischen Grenze angekommen zeigte ich meinen Pass und war innerhalb weniger Minuten wieder unterwegs. An der Türkischen Grenze ging es dann doch Hektischer zu und her. Dort brauchte ich gute 30 Minuten um alle Stempel zu bekommen. Die Landschaft änderte sich schlagartig die grünen Wälder verschwanden und nun sah man nur noch orangeroten Sandstein. In Kirklan half man mir ein günstiges Hotel zu finden und man wusste auch wo sich ein Türkisches Bad befand. So gönnte ich mir auch gleich eine Massage und lies meine müden Knochen zurecht biegen. 

Türkei

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86. Tag Sonntag  13.9.1997
Kirklan Lüleburgaz Corlu
Fahrtzeit: 5h 26, Tagesetappe: 112 km, Total: 5649.7 km, Durchschnitt: 20.6 Km/h, Max:52 Km/h, Start: 9.15 Ankunft: 18.00

Diese Region ist nicht so stark besiedelt. Die Distanzen zur nächsten Stadt können bis zu 50 Km betragen. Die Leute sind sehr Gastfreundlich und interessiert. So suchte ich in einer grösseren Stadt nach Werkzeug und kaum hatte ich jemanden angesprochen lud er mich auf einen Kaffee ein. Dann wurde noch Gebäck serviert. Und so ganz nebenbei wurde das Werkzeug organisiert. Als ich dann bezahlen wollte hiess es ich sei Ihr Gast. In Corlu fand ich ein günstiges Hotel. Den Abend verbrachte ich in der Stadt. Ich fand eine Bar im Untergeschoss, dort trank man Bier, rauchte und so nebenbei schauten die Leute einen Porno.


Agia Sofia

87. Tag Montag  14.9.1997
Corlu Istanbul
Fahrtzeit: 6h 07, Tagesetappe: 112,8 km, Total: 5763.1 km, Durchschnitt: 18.3 Km/h, Max:61 Km/h, Start: 9.30 Ankunft: 17.30

War auf dem Lande die Distanz zu den einzelnen Städten noch bis zu 50 km so reiht sich nun ein Haus dem anderen. Man kann nicht mehr sagen wo die einzelnen Städte anfangen oder aufhören. Der Verkehr ist gewaltig. Von Abgasen eingehüllt kämpfe ich mich auf der 4 Spurigen Strasse Richtung Istanbul. 30 Km vor dem Zentrum erweiterte sich die Strasse nochmals so dass es nun 10 Spuren waren und ich war mitten im geschehen. Ich war froh als ich bei der Agia Sofia Heil ankam.

Die Letzten Tage

Ich Genoss es am Ziel angekommen zu sein. Genau hier war es als ich 1995 Miguel traff der mit dem Rennrad von Spanien nach Hong Kong fuhr. Und er brachte mich auf die Idee mit einem Rad die Welt zu entdecken.

Und am Ende der Tour.....

Blickt man zurück und man sieht das man 5763 Km zurückgelegt hat. Das man ebenso viele Tierkadaver und Gedenkkreuze an Verstorbene sah. Das man Tausende von Hügel und Pässe sich hoch quälte und dann wieder runter sauste. Das die Strasse nun mit deinem Schweiss getränkt ist. Man erinnert sich an die Menschen denen man begegnete. Da gab es Nette, Verrückte, Chaoten, Betrunkene, Gastfreundliche, Arme, Reiche, Hilfsbereite, Geldgierige und viele mehr. Man sieht wie unterschiedlich die Länder und die Leute sind. Man sieht wie die Geschichte die Leute prägt. Wie Leute von Zeitungen und anderen Medien unter Kontrolle gehalten werden. Man merkt das man den Leuten einen Feind präsentiert damit er seine Wut und Unzufriedenheit an diesem auslebt und ja nicht merkt wer sein wahrer Feind ist. Und wieder stellte ich fest das ich das Paradies auf dem ich auf der Suche war nur zum Teil fand. Ich fand in jedem Land Leute die Helfen ohne zu erwarten in jedem Land gibt es noch gutes so wie es auch sehr schlechtes gibt, die Abhängigkeit, die Unterdrückung, die Bestechung, etc. Und am Ende ist man ein bisschen Gescheiter würde dies oder jenes anders machen. Doch die Mühe der Schweiss, der Regen, die Qualen haben sich gelohnt. Und wieder einmal stelle ich fest, es stimmt der Weg ist das Ziel.

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